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Fandom:
Relationship:
Character:
Additional Tags:
Language:
Deutsch
Stats:
Published:
2024-03-17
Completed:
2024-03-21
Words:
1,415
Chapters:
2/2
Comments:
5
Kudos:
29
Hits:
363

Reaktionen auf eine Untersuchung

Summary:

Thiel war in seine Untersuchung von G.O.D. hereingeplatzt und diese Situation spielte sich nun immer wieder in seinem Kopf ab. Und immer wieder erinnerte er sich an Thiels Reaktion, die ihn irgendwie stutzig machte.

Notes:

Ok, also der Titel ist nicht so das wahre aber gut...
Die Folge muss man nicht gekannt haben, außer man möchte sich das Ganze halt bildlich vorstellen.

Chapter Text

„Boerne?“
Er hatte kurz erschrocken aufgeschrien, so auch G.O.D.
„Hach, Thiel.“
„Was wird n das hier? Künstlerisch wertvolle Doktorspiele, oder wie?“

Die Interaktion, dieser Moment spielte sich immer wieder in seinem Kopf ab… immer und immer wieder musste er an Thiels Gesichtsausdruck dabei denken… und immer wieder fragte er sich, was er da alles gesehen hatte und was er damit anfangen sollte.

Dieses Stocken in seinem Gang, das Verlangsamen seiner Schritte.
Diese leicht weiter geöffneten Augen. Ein kurzer Schreckmoment.
Ein Element von Enttäuschung, aber auch Trauer oder Enttäuschung in seinem Blick.

Woran es lag? Daran, dass G.O.D halbnackt auf dem Tisch gelegen hatte? Dadurch, dass G.O.D.s Kleidung auf dem Boden gelegen hatte? An der Tatsache, wie nah sie sich gewesen waren? An der grundsätzlichen Skurrilität der Situation? An der Homoerotik der Situation? An noch etwas anderem, was ihm nicht aufgefallen war?

Das Vorletzte konnte nicht sein. Er wusste mit Gewissheit, dass Thiel nichts gegen Homosexualität hatte, gar ihn wegen so etwas verurteilen würde. Das war einfach nicht in seiner Art verankert und sie hatten sich auch schon mehrmals im Bezug auf Andere über dieses Thema unterhalten. Dass Thiel die Situation seltsam fand, das konnte er sich eher vorstellen. Aber dann direkt so eine, für Thiel, starke Handlung?

Irgendwie sagte ihm alles daran, wie Thiels hereinkommen und seine direkte Reaktion verlaufen war, dass es ihm nicht nur um den Fakt gegangen war, dass G.O.D oberkörperfrei auf dem Obduktionstisch gelegen hatte und er mit seinem Kopf ganz nah an ihm dran gewesen war. Wie das wohl ausgesehen haben musste… Aber wie es tatsächlich, im Kontext, gewesen war, konnte Thiel ja nicht ahnen. Und zu einer Aussprache waren Sie nicht gekommen seitdem. Sie hatten mit dem Fall zu tun gehabt und dann hatte Thiel sich in die Wohnung zurückgezogen. Sollte überhaupt eine Aussprache nötig sein? Eigentlich hatten sie weiter interagiert, wie sie es immer getan hatten, aber etwas in ihm hatte sich anders angefühlt. Seinerseits. Es fühlte sich an, als würde das unausgesprochene zwischen ihnen stehen. Und das ertrug er nicht lange. Er musste mit Thiel reden.

Er musste ihm sagen, dass es nicht so gewesen war, wie es ausgesehen hatte. Dass er G.O.D nur gezeigt hatte, wie man mit einem Toten umgeht. Was man bei der Sektion machte. Wo man den toten aufschnitt. Und dann hatte G.O.D seine Hand genommen, ihn ganz nahe an sich herangezogen und ihn dazu auffordern wollen ihn umzubringen.

Sollte es Thiels Gefühle verletzt haben, so tat es ihm leid. Gerade deshalb musste er sich mit ihm über die unangenehme Interaktion reden. Er musste ihm sagen, das zwischen ihm und G.O.D nie etwas passiert war. Dass er doch niemals Thiel so etwas antun könnte. Alleine dadurch, dass er sich irgendwie ihm verpflichtet fühlte. Obwohl auch sie nie etwas miteinander gehabt hatten. Einfach dadurch, dass er sich in ihn verliebt hatte. Und er könnte nie etwas machen, was Thiel verletzte. Oder mit jemandem Geschlechtsverkehr zu haben, den er nicht wirklich liebte.

Er musste Thiel das sagen… und wenn er ihn auch nur in den letzten Monaten oder gar Jahren richtig gelesen hatte, dann wusste er dass das Gespräch gut verlaufen und sein Liebesgeständnis nicht auf komplettes Unverständnis treffen würde.