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Bunte Blüten

Summary:

Langsam und andächtig schritten Peter und Bob über den Friedhof.

Notes:

Wieder mal ein Drabble, mit dem ich nicht 100% zufrieden bin :p Bitte verzeiht mir, falls man das rauslesen kann.

(See the end of the work for more notes.)

Work Text:

Langsam und andächtig schritten Peter und Bob über den Friedhof. Um sie herum war es ruhig, lediglich einige Vögel zwitscherten, Blätter rauschten im Wind und winzige Insekten brummten zwischen bunten Blüten.

Auch auf dem Grab, vor dem sie schließlich zum Stehen kamen, lagen drei frische Sträuße. Kein Wunder. Das Todesdatum, das auf dem Marmor stand, hatte sich erst gestern wieder gejährt. Die Buchstaben T, M und J auf den Schärpen verrieten, wer sie dort abgelegt hatte.

Bob räusperte sich und durchbrach so die Stille. „Hallo, Mr und Mrs Jonas. Wir sind's, Peter und Bob.“

„Ja, ähm...keine Ahnung, ob das hier was bringt. Ob Tote einen wirklich hören können, wenn man zu ihrem Grabstein spricht“, Peter kratzte sich verlegen am Kopf, „aber wir wollten es zumindest ausprobieren.“ Dann lachte er leise. „Justus würde uns wahrscheinlich mit der nächsten Gießkanne eins überziehen, wenn er uns gerade sehen könnte.“

Auch Bob musste kichern, die Situation schien so lächerlich, doch er hatte sich schnell wieder zusammengerissen.
„Wir haben da nämlich etwas Wichtiges, das wir Sie fragen möchten.“

„Na ja...es ist ja nicht so, als würden Sie uns darauf auch antworten können, von daher möchten wir es Ihnen eigentlich nur mitteilen...und hoffen, dass Sie nichts dagegen haben…Es hätte sich irgendwie falsch angefühlt, wenn Sie nicht zumindest Bescheid wüssten. Immerhin geht es um Ihren Sohn.“

Ihre Blicke trafen sich kurz. Peter nickte Bob zu und griff nach seiner Hand.

„Während unserer letzten Besuche zu dritt, haben Sie ja bereits mitbekommen, dass wir...Justus, Peter und meine Wenigkeit...uns lieben und...“ Er suchte nach den passenden Worten.

„Und bis jetzt wurden wir noch nicht von einem himmlischen Blitz gezappt, deswegen gehen wir davon aus, dass Sie das nicht so schlimm finden“, half Peter ihm aus und wieder schlich sich ein Grinsen auf sein Gesicht.

„Würdest du bitte ernst bleiben, Zweiter?“ Bob schüttelte den Kopf und wies ihn mit einem kräftigen Zug an seinem Arm zurecht. „Immerhin sind das hier die toten Eltern unseres Freundes und unsere zukünftigen Schwiegereltern, mit denen du so sprichst.“

Die Worte laut ausgesprochen zu hören, raubte Peter kurz den Atem. Bob hatte Recht. Es war ernst, doch das Lächeln wollte nicht aus seinem Gesicht verschwinden. Er konnte das warme Gefühl nicht ignorieren, das in ihm aufbrodelte, wenn er darüber nachdachte, dass er bald verheiratet sein würde. Und das mit seinen beiden besten Kindheitsfreunden.

Bob erging es nicht anders. Für einen Moment verschlug es ihm die Sprache. Sie waren wirklich diesen ganzen Weg gemeinsam gegangen und weiter gekommen, als er es je für möglich gehalten hatte.

Die beiden sahen sich wieder an. In Peters Blick lag noch ein Hauch peinliche Berührtheit, wegen seines unangebrachten Kommentars, doch Bob lächelte ihm aufmunternd zu und drückte seine Hand.

„Womit wir auch schon beim Thema wären…“

 


 

Julius und Catherine Jonas hörten aufmerksam zu, wie Peter und Bob bei ihnen um Justus' Hand, die Hand ihres Sohnes, anhielten. Und dass genau in diesem Augenblick ein warmer Sonnenstrahl auf das Grab fiel, war sicherlich kein Zufall.

Notes:

Ich hätte die Reaktion von den Jonas' noch länger schreiben können aber
1. Wie schreibt man vernünftig tote Leute?
und
2. Ehrlich gesagt, habe ich so schon keine Ahnung, wo die 500 Worte (nur Worte🎶) alle herkommen O.o

Auf jeden Fall stelle ich mir vor, dass sie von Peters und Bobs Aktion sehr gerührt sind, über Peters Witze kichern und wissen, dass Justus bei ihnen in den richtigen Händen ist✨

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