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Good Old-Fashioned Lover Boy

Summary:

Peter bereitet sich auf ein potentielles Date vor. Bob hat noch keine Ahnung, mit wem sein Freund ausgehen will und beobachtet ihn bei den Vorbereitungen.

Notes:

Work Text:

Peter betrachtete sich im Spiegel und atmete tief durch. Auf diesen Tag hat er sich lange vorbereitet, die Nervosität wollte aber nicht verschwinden.

 

Aufgeregt richtete er seine Haare und betrachtete sein Gesicht in der Reflektion — ja, das war passabel. Durch die letzten Tage die er beim Surfen in der Sonne verbracht hatte, sind seine Sommersprossen deutlicher zu Vorschein gekommen. Und Peter wusste genau, dass Bob diese sehr mochte.

 

An diesem Tag wollte Peter endlich nach monatelanger Zweifel, Nervosität und Unterdrückung auffälliger Reaktionen auf Berührungen und spielerischer Flirts seinen besten Freund Bob um ein Date bitten. Mithilfe ein paar Tipps und Übungsversuchen von Jeffrey, Finnley und anderen Surferfreunden hat der Zweite Detektiv endlich Mut gefasst, um Bob nach einem besonderen Treffen zu bitten.

 

Peter zog sich seinen dünnen Pulli über und lächelte. Normalerweise achtete er nicht besonders auf Fashion, er trug das, was gemütlich war und zufällig zusammenpasste, aber dieser Pullover hatte Bob ihn bei einem Flohmarkt-Bummel gefunden. „Ich bin eigentlich nicht so der Pulli-Typ…“ hatte er damals gesagt, aber Bob bestand entschlossen darauf, dass Peter ihn wenigstens anprobiert. Und zur Überraschung aller drei Freunde passte ihn Peter perfekt. Und teuer war er auch nicht gewesen.

 

Ein Blick auf die Uhr verriet, dass er noch genügend Zeit hatte, bis Peter sich losmacht und seinen Freund abholt, also schloss er sein Handy an, ging zu seinem Laptop und suchte sich eine Playlist raus, um zur Musik zu entspannen. Als erster Song lief Mr. Telefone Man , Peter erinnerte sich genau wie Kelly diesen Song damals in die Playlist gepackt hatte, als sie gemeinsam mit paar anderen Freunden picknicken waren. Es traf etwas seinen Geschmack, langsam wippte er mit dem Kopf zum Takt bis er sich aufrichtete und leise summend ein paar Schritte zum Spiegel tanzte.

 

Mit stolzer Gelassenheit stützte Peter sich an der Wand neben dem Spiegel und grinste. “Ich liebe diesen Song! Und du?” fragte er sein Spiegelbild einen der Sprüche, die er einstudiert hatte, um angenehmer in ein Gespräch zu rollen. In seinem Kopf spielte sich ein Szenario ab, wie er vor Bob an einer Strandbar stand und sich an ihn lehnte.

 

“Ich liebe den auch!”, Peter zuckte zusammen. Zuerst dachte er, seine Fantasie kam der Realität ein bisschen zu genau mit der Akustik, aber er wusste genau, dass er das sich nicht eingebildet hatte. Erschrocken drehte er sich um und erblickte Bob, der am Türrahmen gelehnt ihn vergnügt angrinste, seine zusammengefalteten Hände an sein Gesicht zog und mit übertrieben verliebter Stimme flötete: “Aber nicht so sehr, wie ich dich liebe, Peterchen~!”

 

Peter spürte, wie das Blut vor Peinlichkeit in sein Gesicht schoss und ihm plötzlich warm wurde. “Geh aus meinem Zimmer!!” rief er und rannte auf den Dritten Detektiv zu, der lachend aus dem Zimmer Richtung Bad flüchtete, aber beide wussten genau, dass er gegen Peter keine Chance hatte.

 

Schnell griff der Zweite nach seinem Handgelenk, zog ihn zurück und drückte ihn an die Wand. Bob lachte auf und Peter beobachtete kichernd, wie die blonden Locken dem kleineren Jungen ins Gesicht fielen. Reiß’ dich zusammen! “Wie viel hast du gesehen?” fragte er und versuchte noch böse zu wirken, vergeblich. Bob sah amüsiert zu ihm auf. “Naja, als deine Mom mich reingelassen hat, hab’ ich zum Glück noch deine Tanzeinlage mitbekommen. Sah echt witzig aus!” stichelte er und piekste dem großen Sportler in die Seite, der überrascht zusammenzuckte.

 

Na prima… dachte sich Peter und rollte peinlich berührt mit den Augen.

 

“Du hast mir immer noch nicht erzählt, wer der Glückliche ist, zu einem Date mit dir eingeladen zu werden.” murmelte Bob nach ein paar Sekunden angespannter Stille und sah lächelnd auf. Peter schluckte. Na DU, du Idiot. würde er am liebsten als überraschenden Gegenangriff nehmen, aber so ganz traute er sich so viel Mut doch nicht zu.

 

“Wirst du früh genug erfahren!”, antwortete er stattdessen und ließ von Bob ab. Bevor er in sein Zimmer zurückkehren konnte, hielt Bob ihn am Ärmel fest und zwang den Zweiten beiläufig dazu, sich zu ihm zurückzudrehen.

 

Überrumpelt von der plötzlichen Aktion sah Peter in Bobs Augen. Keiner von ihnen wagte es, als erster zu sprechen und Peter spürte, wie die Wärme in seiner Brust sich quälend langsam immer breiter machte. „I-Ist was..?“ stotterte er und verfluchte sich selbst innerlich für den Stimmbruch. Bob hob langsam seine Hand und fuhr mit ihr durch Peters Haar, schob es ein wenig zur Seite. Dem Blonden war nicht bewusst, wie lange diese Berührung hielt, aber für Peter dauerte sie eine halbe Ewigkeit.

 

Sein Herz hämmerte gegen seine Brust und er betete, dass Bob es nicht hört. Der Dritte murmelte irgendetwas von Fusseln und Details richten, damit sein Date bestens klappt , aber Peter hörte lange nicht mehr zu.

 

Seine Augen lagen auf Bobs Lippen, und als dieser endlich einen halben Schritt zurückging und mit beiden Händen auf Peters Wangen lächelnd sein Gesicht betrachtete, wagte er es endlich.

 

„Du siehst echt gut aus.“, murmelte Bob lächelnd. „Jetzt sag schon, wer ist es?“. Peter nahm diese Frage als Stichwort, legte seine Hand auf Bob‘s Nacken und zog ihn in einen Kuss.

 

Zuerst war der Kuss sanft, Bob stand überfordert und von der Überraschung versteinert wenige Sekunden da, bis es endlich in seinem Kopf klick machte und er ihn erwiderte. Seine Hände wanderten an Peters Hosenbund und er zog ihn näher an sich. Ihre Lippen bewegten sich langsam aneinander und Peter legte seine Hände auf Bobs Wangen, vertiefte den Kuss.

 

Als sie sich lösten, um nach Luft zu schnappen, grinsten beide verlegen. „Hoffe, das reicht dir als Antwort.“ flüsterte Peter und näherte sich wieder Bobs Gesicht. „Klar und deutlich..“ hauchte der andere und strich sanft über Peters Oberarm. Nach einem zweiten, kürzeren Kuss lösten sie sich endlich voneinander.

 

„Ich wusste nie, dass du dich jetzt auch auf Jungs einlässt.“, witzelte Bob, wobei auch eine Menge Wahrheit dabei war. Er dachte immer, er sei der einzige von ihnen mit anderen Tendenzen gewesen. „So schnell kann man sich irren, mein Lieber!“ neckte Peter und stellte sich vor seinen Freund. Auf dem Laptop auf seinem Schreibtisch lief noch immer seine Playlist. Den Song kannte Bob noch nicht.

 

„Willst du mit mir heute Abend auf ein Date? Ich kenne da eine Rollschuhbahn, die eine Disco als Abendprogramm hat, wird dir bestimmt gefallen.“, fragte Peter sanft und legte seine Hände auf Bobs Taille. Dieser lächelte leicht gequält zu ihm auf. „Du weisst doch, dass ich bei Rollschuhen schnell das Gleichgewicht verliere!“ erwiderte er, konnte sich aber ein Lachen nicht verkneifen. Peter lachte mit. „Mach dir darüber keine Sorgen, okay? Ich halte dich und bringe dir sehr gerne alles bei, was du brauchst.“

 

Bob grinste. „Wenn das heißt, dass ich dann beim Fahren ohne Bedenken deine Hand halten kann, dann sehr gerne, Lover Boy .“

 

Und ohne Peter eine Chance für eine Antwort zu geben, zog er ihn runter für einen weiteren Kuss. Diesen Queen Song kannte er zu gut.